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Parken

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(Ein Parkplatz, inzwischen auf geheimnisvolle Weise verschwunden. Als die Autos verschwunden waren, über Nacht, konnte man das schon ahnen.)

Gute Musik

Jetzt, wo der Herbst da ist mit Pisswetter und Wind, wollen die meisten Leute wieder Heulbojenmusik hören.

Asphalt Tiger hat da einen guten Tipp: Yaphet Kotto schrein so schön! Emo, bis die Kamera wackelt!

Das muss man erst mal hinkriegen!

 

Schöne Baustelle

*

Ein Beispiel dafür, dass das Ergebnis, wenn Baustellen fertig sind, nicht unbedingt und in allen Fällen schlecht sein muss. Dass das Endresultat einer Baustelle auch in der heutigen Zeit nicht unbedingt ein schlechter Wolkenkratzer sein muss, der einen Schatten über die Welt wirft, oder eine Autobahnbrücke, die den Weg zum nächsten Kinderspielplatz oder Einkaufszentrum versperrt.

Wie wunderbar glatt die Fläche ist, jetzt, nachdem die Baustelle fertig ist! Asphalt Tiger streicht mit ausgestreckter Handfläche drüber, immer wieder, und freut sich. Pustet sich Staub von der Pfote. Bald wird niemand mehr ahnen, dass hier mal eine Baustelle war.

Puh!, denkt Asphalt Tiger nochmal an die Wolkenkratzer und Autobahnbrücken: Alles nochmal gut gegangen!

baustelle

Kik

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Werbung! Hingehen: Gegen rechte Hetze! Für ein solidarisches Miteinander!

111nov

Unsere Straßen – unsere Plätze! Gegen rechte Hetze! Für ein solidarisches Miteinander!

 

 

Adé

Adé! Manfred Krug ist tot. Asphalt Tiger wollte eigentlich dessen deutschsprachige Version vom House of New Orleans hier vorstellen, das wollte er wieder mal hören.

Manfred Krug hat auf der Aufnahme selber Schlagzeug gespielt; das hat er sich selbst beigebracht, in nur vier Wochen, extra für diese Aufnahme, erzählte Dieter Franke vom Krug begleitenden Franke-Echo-Echo-Quintett dem Asphalt Tiger einst am Telefon.

Aber der Song war nicht auf Youtube zu finden, genausowenig wie Adé von Manfred Krug im Duett mit Caterina Valente. Das Stück ist auf der Platte „Da bist du ja“ von 1979, der ersten Platte, die Krug gemacht hat, nachdem er rübbergemacht hatte.

Adé hätte gut gepasst. „Adé, muss du wirklich gehn …?“ Das Original ist von Edu Lobo, Maria Bethania hat es auch gesungen: „Para dizer adeu“. Aber Asphalt Tiger findet die deutschsprachige Version von Manfred Krug besser, da noch langsamer und minimaler. Warum? Weil Caterina Valente Gitarre spielt!

Niemand habe sich gefunden, der die Gitarre für das Stück so richtig gut spielen konnte, hat der Tiger irgendwo gelesen. Die Profimusiker und die Aufnahmeleitung waren ratlos. Soundmann: „Rolling!“ Ein Profimucker nach dem anderen spielte sich die Finger wund auf der klassischen Konzertgitarre mit den Nylonsaiten, ein Gitarrist nach dem anderen legte sie wieder weg, irritiert und beschämt.

„Ich!“ hat da Caterina Valente ihren Finger in die Luft gestreckt und sich einfach die rumliegende Gitarre gegriffen. Alles war schlagartig mucksmäuschen still. „Rolling“, hat der Soundmann gerufen. Alle hielten den Atem an. Nur die goldbraune Oberfläche der Gitarre, deren Lack das sanft gedimmte Studiolicht reflektierte, und die schmalen weißen Hände der Valente, die in ihrem schwarzen existentialistischen Rollkragenpullover mit dem Dunkel des Aufnahmeraums verschmolz, waren zu sehen, als Caterina die Saiten der wohltönenden Guitarre zupfte. Ein einziger Take, und das Ding war im Kasten.

Asphalt Tiger bewundert Caterina Valentes Kunst: Behutsam setzt sie ihre spärlichen Töne genau dort hin, wo sie hingehören, lässt sie ausklingen, bis sie verschwunden sind – „adé“ -, setzt erneut an …

Die beiden Lieder gefallen Asphalt Tiger wesentlich besser als der verschwurbelte Jazzrock von Günter Fischer, der Krug auf seinen ersten vier Schallplatten begleitete, und der sein kunsthandwerkliches Geschick allzu selbstgefällig ausstellt: gedrechselte, verdrehte, manierierte Songs. Brrr.

Manfred Krugs polterige Art hat Asphalt Tiger immer eher unangenehm berührt. Liebling Kreuzberg, Rechtsanwaltskanzlei. Aber mit diesen beiden Songs – „Es steht ein Haus in New Orleans“ und „Adé“ – lebt Manfred Krug ewig weiter. In den Ohren vom Asphalt Tiger.

Möbel Hübner

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Möbel Hübner. „Ich soll Sie schön grüßen …“ Warum? Von wem? Ein Werbeslogan, der heute schon vollkommen unverständlich geworden ist. Vermutlich ist er bald schon völlig in Vergessenheit geraten. Wenn nämlich der Parkplatz vor der Brandwand verschwunden ist, und mit ihm die Werbung auf der Fassade, hinter einem Neubaukomplex aus Beton.

Zum Glück hat Asphalt Tiger diese Werbung ins Internet gerettet. Das Internet hält ewig.

Hingehen!

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Kein Raum, kein Podium, Keine Zusammenarbeit mit der AfD! – Aufruf gegen die AfD in den Berliner BVV’en