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Die Katze

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Was ist für die Katze der mögliche Gebrauch des Wollknäuels? Er besteht darin, ein Verhalten von seiner genetischen Zugehörigkeit zu einer bestimmten Sphäre zu befreien (der des Beutemachens, der Jagd). Das so befreite Verhalten mimt und führt noch die Formen der Tätigkeit aus, von der es sich emanzipiert hat, aber indem es diese ihres Sinnes und ihrer zweckgebundenen Beziehung entleert, öffnet es sie und macht sie einem neuen Gebrauch zugänglich.

Das Spiel mit dem Wollknäuel ist die Befreiung der Maus vom Beutesein und die Befreiung des Beuteverhaltens von der notwendigen Hinwendung auf den Fang und den Tod der Maus: [Aua!]

Und trotzdem inszeniert es dieselben Verhaltensweisen, durch die schon die Jagd bestimmt wurde. Die Tätigkeit, die dabei herauskommt, wird so zu einem reinen Mittel, das heißt einer Praxis, die, obschon sie hartnäckig an ihrer Natur als Mittel festhält, sich von der Verbindung mit einem Ziel emanzipiert, vergnügt ihren Zweck vergessen hat und jetzt als Mittel ohne Zweck auftreten kann. (Giorgio Agamben, Profanierungen, Frankfurt a.M., S. 84)

Asphalt Tiger liebt die Katze!

Die Katze ist das große Vorbild für die Gesellschaft der Zukunft!

Die klassenlose Gesellschaft ist nicht eine Gesellschaft, die jegliche Erinnerung an die Klassenunterschiede abgeschafft und verloren hat, sondern eine Gesellschaft, die deren Vorrichtungen zu entschärfen verstand, um einen neuen Gebrauch möglich zu machen, um sie in reine Mittel zu verwandeln. (ebd., S. 85)

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Unglaublich, aber wahr: 1973, ein Jahr nach dem Zusammenbruch des Systems von Bretton Woods, als alle Arbeiter fleißig Schraubenschlüssel in die Zahnräder warfen, hatte einer eine Idee, wie der ganze Schmonzes immer noch zu retten wäre:

Emil Kowalski!

Mit seinem Buch Management durch Fehlentscheidungen (Management by Errors) brachte er neuen Schwung in die Wirtschaft, und es ging wieder bergauf und bergab. Kühn behauptete sich der Autor gegen die langweiligen Management-Spießer:

Die lange Reihe der Bücher über Management-Theorien um ein weiteres zu vergrößern wäre nicht notwendig, wenn das Kapitel Management abgeschlossen und definitiv bereinigt wäre. Die Fülle der Literatur zu diesem Thema täuscht aber. Sie ist nichts anderes als Ausdruck der Ratlosigkeit, der auch die gelehrten Köpfe beim Betrachten des Phänomens Wirtschaft verfallen und der sie dadurch zu entfliehen versuchen, dass sie in sich geschlossene, kongruente Modelle einer bürokratisch erstarrten, nie funktionsfähigen Organisation ersinnen und an den Modellen ihrer Management-Theorien messen. (Kowalski 1973, S. 7)

Man sieht: Fluch der Bürokratie, das geht schon damals in Richtung Lean Management. Effizienz! Flexibilität! Schöpferische Zerstörung. Emil Kowalski, weitermachen!

Es mag zunächst überraschen, aber es zeigt sich mit kausalistischer Klarheit, dass die Wirtschaft nur deshalb funktioniert, weil das Management eine humane Komponente hat, die es befähigt, Fehlentscheidungen zu treffen, kreative Fehlentscheidungen, notabene. Dieser Tatsache ins Auge zu sehen, dem Manager die Scheu vor einer auf den ersten Blick fehlerhaft erscheinenden und in Wahrheit aber kreativen Entscheidung zu nehmen, dies ist das Ziel dieses Buches und gleichzeitig seine Rechtfertigung. Ich glaube fast, es ist das einzige Buch über das Management, das mit der notwendigen wissenschaftlichen Strenge geschrieben wurde. (Ebd.)

Asphalt Tiger wird warm ums Herz. Alles hat endlich einen Sinn! Wenn er grade nicht so zappelig wäre, würde er dem Autor bis ans Ende seines 219 Seiten langen Buchs folgen. So liest er noch das kurze Vorwort zu Ende

Dieses Buch unterscheidet sich noch in einer anderen Hinsicht wohltuend von den übrigen Schriften über das Management. Andere Bücher enthalten meistens einige tiefsinnige Gedanken und glänzende Ideen. Diese sind aber notgedrungen dünn gesät, und der Zwischenraum ist mit banalen Feststellungen gefüllt, um der Publikation den nötigen Umfang zu verleihen. An den Leser werden deshalb hohe Ansprüche gestellt – er muss eine Menge Sand sieben, um an die wenigen Perlen heranzukommen. Nachdem aber einmal die Relativität der Begriffe “richtig” — “falsch” in der Management-Theorie sowie die Kreativität des Zufalls erkannt wurde, kann man a priori keine unverrückbaren Wahrheiten mehr produzieren. Ich konnte es mir deshalb erlauben, ein Buch ganz ohne tiefsinnige Gedanken zu schreiben, was dem Leser das Lesen wesentlich erleichtert: Das Sieben von Sand fällt mangels vorhandener Perlen weg. (ebd., S. 7 f.)

Emil Kowalskis Werk war einst wegweisend! Das Fehlen von Perlen – wir haben uns an das, was einmal revolutionär und neu war, längst gewöhnt. Wenige Spuren nur hat der Autor und sein “Institute of Dadaeconomics” im Sand der zeitgenössischen Belanglosigkeiten hinterlassen.

Ein Rezensent der FAZ erkannte früh, dass seiner Theorie des Managements by Errors eine großartige Karriere bevorstehe: “Was Northcote Parkinson für die öffentliche Verwaltung, das wird künftig dieser Emil Kowalski für das Industrieunternehmen sein.” (FAZ vom 20.2.1973, S. 15) 1984 erlebte sein visionäres Buch eine Neuauflage. Beim Amazon-Versand und bei ZVAB kann man sie gegenwärtig für 1 Cent gebraucht erwerben. Unbedingt zuschlagen! (Oder? Amazon??).

Warum so billig? — Ist das, was Emil Kowalski 1973 geschrieben hat, heute wirklich derart selbstverständlich geworden, dass niemand mehr sein Buch zu lesen braucht? Sollten wir es nicht grade deswegen lesen, weil hier alles in aller Deutlichkeit zu entziffern ist, was uns heute in Fleisch und Blut eingegangen ist?

Hier ist alles noch neu, glänzend, einzigartig. Natürlich, auch damals schon stand Kowalski nicht vollkommen ohne Anhänger da, die fest an ihn geglaubt haben:

Zum Zustandekommen dieser Studie haben viele Freunde und Gönner in Spitzenpositionen der privaten Wirtschaft und der öffentlichen Dienste maßgeblich beigetragen, sei es durch ihre Ratschläge, sei es durch ihr Verhalten in typischen Management-Situationen. Aus unverständlichen Gründen haben sie es aber vorgezogen, an dieser Stelle nicht genannt zu werden. (S. 8)

Dass Emil Kowalskis besonderer Dank aber seinem Kater Mickey gilt, “der sich um dieses Werk dadurch verdient gemacht hat, dass er trotz mehrerer Versuche das Manuskript nicht aufgegessen hat” (S. 8), sichert dem Autor Asphalt tigers ganze Sympathie.

Emil Kowalski: Guter Mann! Unbedingt lesen!

Drüben

“Du, koenntest du shwimmen,

wie Delphine / Dolphine es tuen?

Niemand gibt uns eine Chance

doch wir koennen siegen

fuer immer und immer

Und wir sind dann Helden

fuer einen Tag” (David Bowie)

Erst Lemmy, jetzt Bowie. Lemmy, klar: hat immer auf den Tod hingelebt. Der Tod war immer auf seiner verspiegelten Sonnenbrille, von innen. Aber David Bowie war von Anfang an bis in die Gegenwart der Modernist. Und immer modern sein heißt: ewig leben.

Jetzt ist auch er tot. Kaum zu glauben.

David Bowie, da waren sich immer alle einig, hat Grenzen ausgelotet und überschritten. War ewig jung und altert nicht und war doch als Junger schon abgeklärt wie ein Alter. David Bowie, das war der Modernist: Fortschritt! Zukunft! Neu! Glaube an Innovation! Aber: kühl. Ein Wissenschaftler, ein Forscher, schaut unbewegten Auges. Und während die andern (Stones, Dylan) sich immer mehr zurückwenden, Traditional Blues, Schunkelmusik, oder sterben oder totgeschossen sind(Beatles), überschreitet Bowie eine Grenze nach der andern:

1973: Grenze zum Mädchen: Schminke, Haare!

Neue Kleider, enge Hosen: hat er immer wieder abgestreift. Man nannte ihn deswegen: “Das menschliche Chamäleon”! Das Chamäleon ist ein Tier, deswegen: Grenze zum Tier.

Dann, 1976, im Kino, “Der Mann, der vom Himmel fiel”: ein Außerirdischer. Die Grenze ‘Der Himmel’ überschreiten! Marciontisch: Der Körper ist nur Hülle für das eingeschlossene Sternenlicht, ‘Holt mich hier bloß wieder ab’. Ziggy Stardust, Star Man, Is there Life on Mars, Space Oddity. Immer wieder: Weltall! Transzendenz …

Dann, 1977: “Heroes”. Also Helden! Halbgötter. Wo geht die Grenze durch? Wagrecht am Bauchnabel oder vom Scheitel bis zur Sohle? Bowie entzog sich durch erneute Transformation und Steigerung der Komplexität einer voreiligen Beantwortung dieser Frage: Helden sind doch Dolphine (s.o.)! Also Halbgötter sind irgendwie auch Tiere, wodurch Asymmetrien in Körper und Verschiebungen und Schwankungen in die Grenze kommen. Unberechenbar.

Dann, 1990er: Futuristische Maschinenmusik. Ein eisiger Wind auf kalter Oberfläche — ein neuer Willen zur Überwindung : der Grenzen des Organischen. (Das Anorganische des Metalls war aber natürlich von Anfang an Bestandteil seiner Stimme und seines zweifarbigen Blicks. Kühl, drohend, reserviert.

Und ist der kompromisslose Gestus des Dezisionisten Bowie, der sich in seinen Entscheidungen frei macht von moralischen Urteilen, nicht verwandt mit dem Algorithmus des Computers, dessen Programmierbarkeit im Innern des Apparats den Ablauf endlos neuer Entscheidungen zwischen Null und Eins ermöglicht, um im Endergebnis etwas vollkommen Neues zu erzeugen, das, schaut man nur aufs lackierte Gehäuse, sich nicht erahnen lässt und sich nach herkömmlichen Maßstäben nicht beurteilen lässt?)

Schließlich, vor wenigen Tagen, hat David Bowie eine neue Grenze überwunden. Wie ein Dolphin sprang David Bowie über die letzte Grenze, mühelos, ohne Anstrengung, nach Drüben, ins Jenseits.

Der Tod ist die letzte Grenze des Lebens. Sie zu überwinden ist die riskanteste Sache der Welt: Der Tod kostet das Leben. Die Menschen, die noch leben, bewundern die Toten: Albert Einstein, Lemmy von Motörhead, Udo Jürgens — sie haben es geschafft. Darüber hinaus, eine weitere Hürde, die den Menschen den Mut nimmt, sie zu überwinden: Alle Toten, an die sie sich erinnern können, sind berühmt! Ein Star, das wird ein Stern: eine große, eine einmalige Persönlichkeit.

Die Menschen auf der anderen Seite, eine bunte Meute, winken ab: “Pah! Geht doch! Kommt auch rüber! Ist ganz leicht!” Schließlich haben sie es auch geschafft. Und zwar alle, die drüben sind! Davor hatten sie ebenfalls unsägliche Angst davor, aber als sie erst einmal drüben waren, haben sie gelacht. Gemeinsam, das tut gut!

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Wir Menschen leben hier weiter. Auf der Erde. Alleine. Ohne die lieben Toten. Und wir müssen uns, mit jedem Tod mehr, mit dem Schwinden vertrauter Gewissheiten vertraut machen. Mit dem Schwinden dessen, was bis jetzt den unhinterfragten Hintergrund unseres alltäglichen Lebens ausgemacht hat: dass sie da sind, dass sie da bleiben. David Bowie, der ewige Modernist, der uns mit seiner Popmusik unser ganzes bisheriges Leben begleitet hat, der, seit wir denken können und schon lange davor, im Radio gesungen und im Fernsehen getanzt hat, ist tot. Dass er immer wieder Grenzen überschritten hat, daran hatten wir uns gewöhnt. Das haben wir so von ihm erwartet. Dass er aber, gegen alles besseres Wissen, nicht ewig lebt, ist ein Schock, den wir erst einmal verarbeiten müssen.

Wir spüren plötzlich die Leere hier und in der tiefen Dunkelheit des Weltalls eine Fülle, die sich von uns weg ausdehnt.

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Was soll man denn jetzt machen!? Wer erfindet denn hier jetzt noch was neu!? Man muss doch erst mal wieder das Erfinden neu erfinden!

 

 

 

 

Husten gut

Die Lokomotive

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Ich organisierte eine Demonstration der Barbiere, und bei dieser Gelegenheit lernte ich einen Kommunisten kennen, der mir sagte, mein Platz sei in der Kommunistischen Partei. Ich fand keine Schwierigkeit und trat ein: 1943. Ich war gleich von Anfang an verantwortlich für eine Zelle in der Straße. Dann für eine Parteigruppe. Ich las mit Vergnügen, weil es, außer dass ich die Parteilehre erfuhr, auch meinem Bedürfnis zu lernen entsprach, das ich immer gehabt hatte. Ich organisierte kollektive Lesestunden, mit Arbeitern. Wir haben angefangen mit “Historischer und dialektischer Materialismus” von Marx. Monatelang haben wir uns angestrengt zu begreifen. Die Geschichte der Partei der Bolschewiki, “Die Stadt des Sozialismus” von Gramsci. Aus diesem Buch habe ich eine Lehre gezogen, die mir genützt hat: die Gesellschaft ist wie ein Zug aus vielen Waggons, an dessen Spitze eine moderne Lokomotive ist, während die anderen Waggons die Phasen der vergangenen Gesellschaft darstellen, mit allen ihren Strukturen, mit allen ihren Fehlern. Die Reise wird schwierig, weil diese Waggons kaputt sind, ab und zu fällt eine Schraube heraus, fällt eine Tür herunter. Darum ist es nötig, dass alle, die im Zug sind, zusammenarbeiten, um ihn zu reparieren. Und wenn alles in Ordnung ist, reist man direkt zur Stadt des Sozialismus.

(Gino, in: Danilo Dolci, Der Himmel ist aus Rauch gemacht. Sizilianische Erzählungen, Berlin (Ost): Aufbau Verlag, 1976, S. 107)

Goodbye, Lemmy!

Dann macht er die Augen zu, und dann wird er plötzlich wieder jünger. Dann wird ihm schwindlig, und dann weiß er auch warum. Er ist auf einem Schiff, das schwankt und das wohin fährt. Wohin? Lemmy schaut nicht nach vorn, sondern zurück auf das, was er hinter sich lässt. Alles wird ihm leichter: Plötzlich hat er keinen Bass mehr um, sondern eine Gitarre. Seine Freunde sind auch wieder jung und schwenken mühelos ihre Gitarrenhälse. Im leichten Wind. Lemmy beginnt dann mit träumerischer Stimme zu singen, so hat man ihn lange nicht singen gehört. Um ihn herum auf dem Wasser ein sanftes, schimmerndes Licht. Zum Schluss macht er die Augen vielleicht ganz weit auf, vielleicht nimmt er ganz zum Schluss die Sonnenbrille ab, und vielleicht ist dann alles strahlend hell.

Ruhe in Frieden, Lemmy!

 

Vid.: “Free the People – Now! Do it, do it, do it, do it – Now! / Stop the Killing – Now! Do it, do it, do it, do it – Now!”

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Die Straßenbahn ist voll. Asphalt Tiger hangelt sich am Haltegriff hin und her, in der anderen Hand hält er ein oranges Buch. In seinem Fortschrittsoptimismus erwartet Condorcet im Jahr 1794, dass der Tod in Zukunft “nurmehr die Wirkung außergewöhnlicher Umstände” sein werde.

Eine Frau mit Kinderwagen steigt ein, und Asphalt Tiger stellt sich woanders hin. Dass der Tod abgeschafft werden kann, dass “Kontingenzerfahrungen und Sinnprobleme, die bisher religiös gedeutet und kultisch abgearbeitet worden sind”, “[…] entweder in wissenschaftlich bearbeitbare Probleme umgesetzt und in diesem Sinne rational gelöst oder als Scheinprobleme durchschaut und objektiv zum Verschwinden gebracht werden können” hält Habermas (1981: 215) für riskant. 25 Jahre später redet er mit dem Papst. Der hält das auch für riskant und wackelt mit der Hand.

Asphalt Tiger: Und was ist mit der Oma? Er klappt das orange, schon zerlesene Buch zu und kratzt sich hinten am Kopp. Er wird das Buch nie weiterlesen. Die Schulkinder mit den Zahnlücken sind längst mitten in der wissenschaftlichen Debatte drin:

„Ein Mensch kann hundert Jahre alt werden!“

„Kann er nicht! Mit hundert Jahren wird man tot!“

Sechs, sieben Kinder übertreffen sich gegenseitig. Und laut!

„Ich kenne eine Oma, die ist 99 Jahre alt!“

„Deine Oma!“

„Nein! In einem Pflegeheim!“

So kommen wir nicht weiter.

„Ein Mensch kann aber keine 900 Jahre alt werden.“

„Aber eine Schildkröte kann 400 Jahre alt werden.“

„Eine Schildkröte ist ein Dinosaurier, der noch lebt.“

„Aber Dinosaurier sind ausgestorben.“

„Schildkröten leben noch! Zum Beispiel in Australien.“

Man muss die Probleme von allen Seiten betrachten.

„Entzückend!“, sagt eine junge Frau und lächelt Asphalt Tiger an. Aber es ist auch sehr ernst.

„Adam und Eva waren die ersten Menschen!“

„Quatsch! Adam und Eva waren Babys.“

„Die ersten Menschen haben Fleisch gegessen!“

„Dinosaurier waren die ersten Lebewesen auf der Erde!“

„Erst kamen die Dinosaurier, dann kamen die Menschen.“

„Die Erde ist 2,4 Million Jahre alt.“

„Aber die Erde lebt nicht! Wenn die Erde leben würde, hätte sie ein Gesicht. Hat sie aber nicht!“

„Da! Ein Fenster voller Tiere!“

„Boah!“ Alle schauen aus dem Fenster raus. In dem Fenster hängen unzählige Stofftiere!!!

Weiter.

„Adam und Eva waren die ersten Menschen!“

„Quatsch! Adam und Eva waren die ersten Menschen von Rom!“

Wenn Wissenschaft eine Zauberkunst ist, die unlösbare Probleme der Menschheit löst: dann war und ist Wissenschaft doch erfolgreich! Sicher: Riskant! Aber wenn die Oma Spaß dran hat!

Die ersten Menschen von Rom starben noch jung! Kaum erwachsen, fielen ihnen die Zähne aus, und hungrig und müde wurden sie zum leichten Opfer der letzten Riesenechsen. Ein Happs – weg! Heute ist so etwas zum Glück, trotz Krokodilen und Riesenschildkröten, undenkbar.

Der modernen Wissenschaft gelingt es, Dinosaurierzähne aus dem Boden auszugraben, über den Ozean bis nach Australien zu fahren, alte Tiere zu entdecken – und eine Oma 99 Jahre alt werden zu lassen! Ein Hoch auf ihre Zauberei! Ein Hoch auch auf die Oma, die noch an die Wissenschaft glaubt!

Aber auch: Danke für die zarte Zuneigung des jungen Menschens, der die alte Oma im Heim besucht und ihre Kontingenzerfahrungen und Sinnprobleme wegzaubert! Oma freut sich!

Schön, oder?

Und Asphalt Tiger ist überzeugt: Bei der heranwachsenden Generation junger Wissenschaftler, die er heute in der Straßenbahn erlebt hat, haben religiöse Spinner und spinnerte Philosophen keine Chance! Ein Glück!

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