Feeds:
Beiträge
Kommentare

*

https://stopg7berlin.wordpress.com/

wettrennen der giganten

Wer wird gewinnen? Das ist unklar. Ein Foto ist nur ein Schnappschuss von einem Ereignis. Zwar lässt sich ein Moment dauerhaft einfrieren, aber nicht ein Prozess innert Mikrosekunden auftauen, und das Ereignis ist irgendwo dazwischen, unfassbar …

Im Hintergrund sieht man übrigens eines der letzten Gebäude des historischen Ostberlins, an der Karl-Liebknecht-Straße Ecke Memhardstraße. Das Baugrüst steht schon seit längerem und verbirgt, was dahinter geschieht: Wird hier etwas dauerhaft konserviert (aseptisch, damit sich nichts mehr verändert). Oder verschwindet hier etwas, von gigantischen Baumaschinen pulverisiert, als realsozialistischer Dust in the Wind?

N. B.: Ein Weberknecht seilt sich von der Decke hinunter auf die Tastatur von dem Computer herab, auf dem Asphalt Tiger diese Zeilen (Erinnerungen?) schreibt, und seilt sich wieder hinauf. Und seilt sich wieder hinunter und betrachtet, am Rande der Tastatur sitzend, wie Asphalt Tiger seine Erinnerungen schreibt, an das Wettrennen der Giganten und das Zerbröseln historischer Erfahrung. Asphalt Tiger lässt die Hände sinken, und der Weberknecht kommt auf ihn zu und berührt mit seiner zarten Hand die Hand vom Tiger. Dann verschwindet er im Dunkeln.

Das Zeichen der Zärtlichkeit aber, das in diesem transhumanen Händeschütteln liegt, berührt Asphalt Tiger tief und erfüllt ihn mit Hoffnung.

hofbräuhaus berlin 1

Ein Ort, wo der Asphalt Tiger immer schon hingewollt hat: Das Hofbräuhaus steht in Berlin. Wo? Es steht an der Karl-Liebknechtstraße, dem Ostberliner Pendant zur Münchner Kurt-Eisner-Gedächtniskirche.

Bislang hat es der Asphalt Tiger noch nicht da hingeschafft, ins Berliner Hofbräuhaus. Aber was nicht ist, kann schon noch werden!

hofbräuhaus berlin

Abb.: Das Berliner Hofbräuhaus und Asphalt Tiger: Bislang immer nur vorbeigefahren …

aus dem bus

Beim GDL-Streik entdeckt Asphalt Tiger neue Perspektiven. Er schaut aus dem Fenster und sieht die Welt mit anderen Augen. Er hält sich an den dicken schwarzen Kunstlederpolstern um die Stangen überm Vordersitz drin im Bus fest, wenn der Bus bremst und wieder anfährt. Er spürt das lebendige Vibrieren vom Bus unter seinem Sitzpolster. Er hört die Kupplung und einen Schönen Gruß vom Getriebe!

Ein Bus kann nie vollautomatisiert werden! Ein Bus braucht seinen Fahrer! Ganz persönlich. Ein Bus markiert immer die Grenze zwischen Leben und Kapital. Asphalt Tiger grüßt, sobald er in den Bus eintritt, jeden Busfahrer und stellt sich damit im Antagonismus auf die Seite des Lebens! Und jede*r Busfahrer*in grüßt freundlich und lachend zurück.

Asphalt Tiger drückt den Leuten von der GDL die Daumen! (Wer sagt, dass Tiger keine Daumen haben! Wenns drauf ankommt, haben Tiger Daumen. Verrät euch Asphalt Tiger.)

*

Asphalt Tiger versteht nicht, warum die Europäische Union in ihrem Kampf gegen die Schleuserbanden im Mittelmeer bislang nicht auf das naheliegendste Mittel gekommen ist: den Preiskampf! Schließlich steht der Preiskampf doch im Zentrum des europäischen Projekts, und nichts hält das europäische Haus besser zusammen als der Preiskampf!

*
Warum ergreift die Europäische Union nicht wirtschaftspolitische Maßnahmen, um das Problem unseriöser Schleuserbanden in einem fairen Wettbewerb zu beseitigen? De facto kann doch nur ein fairer Wettbewerb, mithin legitime ökonomische Gewalt, das bislang auf außerökonomischer Gewalt beruhende Monopol der Schlepper- und Schleuserbanden auf dem Mare Nostrum beseitigen! Sonst gelingt es der EU doch hervorragend, alles und jeden auf Ökonomisches zu reduzieren! Warum nicht auch hier?

*
Asphalt Tiger fragt also: Wann schafft die Europäische Union endlich rechtliche Rahmenbedingungen, die es ermöglichen, Schlepperbanden im offenen Wettbewerbs vom Markt zu fegen?

Warum besiegt man die Schlepperbanden nicht einfach mit unschlagbar günstigen Angeboten?

erfrischend zu

Abb.: Das EU-Grenzregime führt zu Wettbewerbsverzerrungen im Transportsektor! Weg damit! Um Europa keine Mauern!

*
Asphalt Tiger nähert sich der Lösung des Problems auf dem Rechenweg:
Für eine Überfahrt von Libyen nach Europa verlangen die Schleuserbanden einen Wucherpreis von bis zu 5.000 Euro.

Das können sie nur aufgrund ihres Monopols im Seetransport, das sie allein aufgrund von staatlich sanktionierten Wettbewerbsverzerrungen behaupten. Der EU-Kommissar für Wirtschaft sollte umgehend prüfen, ob diese Wettbewerbsverzerrungen, die vor allem im Bereich des Asylrechts zu suchen sind, nicht unverzüglich beseitigt werden müssen! Eine Annullierung geltender Einreisebestimmungen ist zur Schaffung fairer Wettbewerbsbedingungen unumgänglich!

*
5000 Euro für eine einfache Überfahrt – das ist zu viel!

Die Wucherpreise fallen ins Auge, wenn man auf Vergleichsportalen nach Billigflügen sucht, z.B.: Ougadougou — Frankfurt für 330 Euro! Nach einer Überführung des autoritären Grenzregimes in eine freie Marktwirtschaft könnten die Frontex-Agenturen in den afrikanischen Hauptstadtflughäfen endlich als Reiseagenturen beginnen, die unseriösen Angebote der Schlepper und Schleuser zu bekämpfen!

*
Oder aber: Die Schleuser auf dem eigenen Terrain schlagen? Eine Überfahrt von Tunis nach Genua im reservierten Pullmansitz könnte für 240 Euro zu haben sein! Und die Grimaldi Lines könnten den Schlepperschiffen mit einem Fahrpreis von 120 Euro auf der Strecke Tunis — Salerno innerhalb weniger Monate den Garaus machen!

*
Das geht nicht!? Doch: Man muss diese Angebot nur endlich einmal einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen!

Nicht die unseriösen Schlepperbanden sind der eigentliche Skandal, sondern dass bislang niemand etwas von diesen unschlagbar günstigen und dabei absolut seriösen Angeboten in Erfahrung bringen konnte!

garage

Abb.: Bislang weitgehend unbekanntes EU-Infrastrukturprojekt: Der Gibraltartunnel

*
Zudem schlägt Asphalt Tiger Im Sinne der Agenda 21 vor, die wirtschaftspolitischen Maßnahmen zur Beförderung der Konkurrenz auf dem Gebiet des Schlepperwesens mit dem Ziel der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes zu verknüpfen. Zur Reduktion des Schadstoffausstoßes und des Verbrauchs natürlicher Ressourcen forciert Asphalt Tiger sein Projekt der

Weltweiten Elektrifizierten Straßenbahn (WES).

Ein kurzer Blick auf den Globus erlaubt es auch dem ungeübten Augen, den effizientesten Streckenverlauf der WES zu erkennen: Über die Meerenge von Gibraltar zwischen Spanien und Marokko einerseits, über den griechisch-türkischen Grenzfluss Evros andererseits. Vorschlag: Der Brückenbau über die Meerenge und den Grenzfluss wird im Rahmen der EU-Förderung für Infrastrukturprojekte von den jeweiligen Partnerstaaten ko-finanziert.

*

Die Meerenge von Gibraltar ist bekanntlich zwischen 14 und 44 Kilometer breit. Die Ausschreibung eines internationalen architektonischen Wettbewerbs durch die WES verfolgt das Ziel des Baus einer modernen, freischwingenden Straßenbahnbrücke über die Meerenge. Start und Endpunkt der Brücke, die an Eleganz die Bay Bridge in San Francisco weit übertreffen könnte, sind durch die weltbekannten „Säulen des Herakles“ seit dem Altertum gegeben.

IMG_3758

*

Alternativ könnte das derzeit auf Eis liegende EU-Infrastrukturprojekt eines „Gibraltartunnels“ zwischen Marokko und Spanien wiederaufgenommen werden. Der Bau einer Straßenbahnbrücke über den Grenzfluss Evros ist ein Klacks!

*
Da zwischen Einstieg und Endhaltestelle keine weiteren Haltestellen angefahren werden, könnte das Straßenbahnticket Tanger (Marokko) – Porta Palomas (Spanien) und der “Linie E” wie Evros nach dem Tarif „Kurzstrecke“  für sage und schreibe 1,50 Euro angeboten werden – und damit für sagenhafte 0,3 Prozent des Schleppertarifs, also: SPOTTBILLIG!

*
Asphalt Tiger plädiert dafür, nicht nur eine, sondern beide Straßenbahnlinien umgehend zu verwirklichen: Zwei Straßenbahnlinien von Afrika nach Europa – diesen Luxus müssen wir uns im Preiskampf gegen die unseriösen Schlepperbanden erlauben! Und: So viel sollte uns die Freiheit wert sein!

* * *

Watch the Med – Alarm Phone for Refugees und Online-Plattform zum Monitoring der Todesfälle und Verletzungen der Rechte von Flüchtlingen an den maritimen Außengrenzen der EU – benennt klar die Schuldigen am tausendfachen Tod der Flüchtlinge auf dem Mittelmeer:

Politicians and police forces that have created, through the Schengen Regime, the general visa-duty and the organised manhunt of refugees and migrants without visas;

The politicians, police and military forces that have established Frontex in the past 10 years and have turned the Mediterranean Sea between Libya and Italy since the Arab Spring into a maritime high security zone;

The EU politicians who decided on the 27th of August 2014 in Brussels to scale down the Italian rescue operation Mare Nostrum in the Mediterranean Sea and enforced a politics of deterrence through Frontex’s Triton operation along the Italian coast!

Watch the Med fordert die Einrichtung einer Fährverbindung für Flüchtlinge von Nordafrika nach Europa, sichere Fluchtwege und nicht zuletzt: Direkte Aktionen gegen die mörderische EU-Politik!

We demand an immediately created direct ferry line for refugees from Tripoli and other places in Northern Africa to Europe.

We demand safe and legal corridors for refugees to reach a place of refuge without the need to risk their lives.

We call out, beyond all confessions and political sides, to take immediate direct action against these murderous EU policies and politics.

Watch the Med Alarm Phone

http://www.watchthemed.net/
info@watchthemed.net

Durchfahrt

durchfahrt

Kurzurlaub

urlaub

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.