Gute Musik: Uranium Club

 

Asphalt Tiger notiert sich in sein schwarzes Notizbuch: Uranium Club – gute Band – unbedingt merken. Struktur! Zeigo Killer, Käs kä se? Television, Into the Arms of Venus de Milo! Devo, Uncontrollable Urge! Oder Captain Beefheart, Ella Guru, oder Simon Reynolds, Rip it Up, S. xix: „Rather than rama-lama riffing or bluesy chords, the post-ounk pantheon of guitar innovators favored angularity, a clean and brittle spikiness. For the most part, they shunned solos, apart from brief bursts of lead integrated with more rhythm-oriented playing. Instead of a ‚fat‘ sound, players […] preferred ’skinny rhythm guitar‘, often inspired by reggae or post-James Brown funk. This more compact, scrawny style of playing didn’t fill every corner of the soundscape.“ (Rip it up and start again. Post-punk 1978-84, London 2005) Chapeau! Wie immer, beschreibt Simon Reynolds das so gut, wie das nur er kann, aber für Asphalt Tiger ist das mehr als eine Stilentscheidung in einer kurzen Periode der Musikgeschichte kurz nachm Krieg, sondern auch eine brandaktuelle Frage des respektvollen Miteinanders: Bitte lassen Sie Lücken, für den werten Konzertbesucher und die Mitmusiker*innen! Der Strukturgedanke des Post-Ounk drängelt: Runter mit den flaschen Charaktermasken des Schowgeschäfts! Insofern ist das gute Musik. Q.e.d.

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