Gute Musik: The Cowboy

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Noch eine gute Musik mit Cowboys, für die Asphalt Tiger der Bewunderung voll ist. Diese Cowboys prätendieren, sie wären nur ein einziger Mann: The Cowboy. Die Stimme vom Cowboy klingt ein bisschen wie die vom einzigartigen Cosmic Psycho aus Australien, aber die Gitarre vom Cowboy klingt so, als ob sie jeden Ton zum ersten Mal spielt. Die Stücke sind schön kurz, aber die Gitarre gibt ihnen Wendungen, so dass sie am Ende immer ganz woanders sind als am Anfang. Ob der Cowboy das am Anfang gewusst hat? Wenn er im Refrain zweistimmig singt, vermutet man das schon: Denn der Cowboy muss sich ja irgendwie abgesprochen haben!

Oder es ist einfach sehr viel Cowboy-Erfahrung im Spiel. Erfahrung zum Beispiel in der Verweigerung habitualisierter „Apperzeptions-Verweigerung“ (René Stangeler), die sich viele Jungspunke heute meinen, mühsam draufschaffen zu müssen, um in der authentischen Punkerwelt von Heute bloß nichts falsch zu machen. Wenn ihre Gitarre nur an ihnen dranhängt wie einst beim Johnny Donner und sie nur am Mikrofon hängen wie der junge Ian Froebess vor dem großen Durchbruch mit Geteilte Freude, glauben sie, schon alles richtig gemacht zu haben! Dem ist nicht so! Jungspunke, nehmt euch ein Beispiel am einzigartigen The Cowboy!

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