„Es ist ganz wie zuhause!“

Asphalt Tiger hat sich dieses Filmchen schon einige Male angeschaut, um zu verstehen, was es mit diesem Phänomen, das Nationalismus heißt, wirklich auf sich hat. So ganz hat er es immer noch nicht verstanden, also muss er wohl noch einige Male auf den Startknopf drücken. Mit jeder Wiederholung dieser Dokumentation des Pfahlsitzmarathons, der im Jahr 1997 im Heidepark Soltau abgehalten wurde, lernt er etwas dazu.

Im Zweikampf des „deutschen Dauersitzers Holger Spohrleder“, eines arbeitslosen Malers, gegen seinen holländischen Konkurrenten Wim Ahlerts, Pferdepfleger im Dienst der Armee, wird zumindest eines deutlich: dass Nationalismus, um sich zu reproduzieren, auf das Individuum, auf die Persönlichkeit angewiesen ist, das sich in einer außergewöhnlichen, tendenziell bescheuerten Situation die Frage stellt, was es hier eigentlich macht, und darauf Antworten findet, die es ihm ermöglichen, diese außergewöhnliche Situation als normal zu empfinden, um darin verharren zu können. Dass es in der „Nationalfrage“ (Dauersitzer Spohrleder) vor allem auf Dich Selbst ankommt! Auf eisernen Willen und Ausdauer. Und auf höhere Ziele:

Das, was ich angefangen habe, das führe ich eigentlich auch grundsätzlich zu Ende, […]  und äh ich denke, was der Holländer kann, das kann ich auch! (Spohrleder. Deutschland)

 

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