Im Niemandsland

das schild nach nirgendwoDass Asphalt Tiger im Niemandsland angekommen war, wusste er, als er sich das Straßenschild genauer ansah. Dass Asphalt Tiger sich mitten im Nirgendwo befand, begriff er, als er begriff, dass er auch schon vorher im Niemandsland gewesen war, ja, geraume Zeit schon durch das Niemandsland gefahren war, ohne dass ihn irgendwas und irgendwer darauf aufmerksam gemacht oder gar daran gehindert hätte. Mitten im Niemandsland: dieses Schild, das so viel erklärte wie es rätselhaft blieb.

Asphalt Tiger besann sich. Dass diese Grenzüberschreitung so einfach und mühelos gelingen konnte, hätte Asphalt Tiger nimmer gedacht! Ganz plötzlich: Staatenlos im Nirgendwo! Ein Schauder überlief ihn: So muss es sein, wenn das Ende der Geschichte wirklich erreicht ist. Alles gelingt ohne Anstrengung, ohne Arbeit (ohne Scheiß!), alles fällt einem zu wie ein Geschenk. Das ist Glück! Aber als er seiner Freude über die Freiheit Ausdruck verleihen wollte, merkte der Tiger, dass das Ende der Geschichte wohl doch anders sein sollte.

Deswegen fuhr er auch einfach weiter, ohne sich lange zu besinnen. Im Wald knackste es, und dann hörte er das Trappeln und die Laute.

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