Vorwärts

 

kräne potsdamer platz

*

Schon wenn ein Wind aufkommt, machen sich die Babbaluce vom Gestein los, stecken die Köpfe unter den Felsen hervor, denn sie haben sich unter den Steinen festgesogen. Das ist der Stein: die Babbaluce kriecht nicht in die Erde, sie saugt sich an dem Stein fest, unten und an der Seite, sie sitzen am Stein, am Stein dran. Sie kriecht zum Schlafen nicht in die Erde, sie bleibt auf dem Stein: wir haben nie welche auf der Erde gefunden, wenn sie schlafen. Wenn sie in ein Loch kriechen, in einer Brücke zum Beispiel, und sie haben nicht genug Platz, klammern sie sich aneinander fest, übereinander, wie eine Traube: zuerst saugen sie sich fest, dann klammern sich die anderen an sie, wenn es viele sind. Wir stecken die Finger rein oder irgendein Stück Holz. Und wenn wir nach Babbaluce gehen, lockern wir alle Steine und drehen jeden einzeln um. Wo bloß ein oder zwei Steine sind, gibt es keine, sie befinden sich im Geröll. Die Berge bei Lo Zucco sind zum Beispiel eine richtige Babbaluce-Stelle. Die Babbaluce schmecken zarter.

(Danilo Dolci: Der Himmel ist aus Rauch gemacht. Berlin 1976, S. 42f.)

 

Dieser Beitrag wurde unter Kreuz und quer durch den Gemüsegarten abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s