Winter in Malchow

s bhf karow

Asphalt Tiger blättert im Fotoalbum und wundert sich, dass es 2013/2014 einen Winter gegeben hat.

Ja, hat es. Aber kurz. Und in Schwarz/Weiß.

weiß 1Binnen weniger Stunden waren die offenen Gewässer zu gefroren.

weiß 3Manche Tiere haben das erst ignorieren wollen, haben es dann aber doch eingesehen. Welche? Tiger weiß es nicht. Das Tier hat Ballen und Krallen. Keine Maus, kein Ratz, viel größer. Ein Biber? Zähne Abdrücke kann der Tiger nicht sehen.

schliddern 1Asphalt Tiger folgt den Spuren des Tieres den langen Graben entlang, wie es weiland schon des Alten Fritzens Lange Kerlz gemacht haben mögen, wenn sie sonntags nichts Besseres mehr zu tun hatten und dringend frische Luft schnappen mussten, um ihren Rausch aus dem harten Bauernschädel zu kriegen. Die Gräben hatten sie noch nicht lange zuvor gemacht mit eigener Hand, mit Schippe und Spaten gegraben, damit das Wasser aus den Feldern ablief, und die Leute aus der Gegend mussten immer noch aufpassen, wenn sie quer über die gefrorenen Felder stapften, wie immer, ohne groß nachzudenken, bzw. in Gedanken versunken. Die Biber hatten sich sofort dran gewöhnt, außer im Winter.

Dabei waren die Winter damals härter als heute. Des sind sich alle gewiss.

schliddern 2Nicht nur der Alte Fritz, auch die einfachen Soldaten hatten damals dreieckige Hüte auf. Die Soldaten hatten den leeren Raum zwischen Kopf und Hut kräftig mit Stroh zugestopft, gegen die Kälte. Nachdem sie mit dem Graben graben aufgehört hatten, war ihnen im Winter immer kalt. Sie stopften ihre Hände in ihre Filzmäntel und ärgerten sich, dass die Biber immer so viel Dreck machen mussten und selbst im tiefsten Winter überall ihre maroden Baumstämme hinschmeißen mussten. Warum? Schmeckten sie ihnen etwa nicht !?!?!?

weiß 4Hier sieht man, wie lange die Langen Kerllz geackert haben müssen. Und die Biber schlittern auf dem zugefrorenen Graben rum und spielen Schlittschuhlaufen! Das Bild ist nicht schön, aber es ist zumindest ein Beweis.

eislochPlötzlich war der Bibel weg.

Asphalt Tiger erlebte jetzt, wie majestätisch Natur sein konnte. Ohne Lärm. Ohne Stimmen. Ohne Menschen. Schweigend. Weite. Ein Hauch von Ewigkeit wehte ihn an.

Als er sich dahin umdrehte, sah er ein weiteres Wunder der Natur. Der Maufwurf hatte ganze Wühlarbeit geleistet („Brav gewühlt, alter Maulwurf“, K. M.) und den Menschen gezeigt, dass im Innern der Erde noch Licht ( =Wärme, Energie) ist: also Aufklärung!

maulwurfDas hatte Tiger dringend nötig. Beruhigt ging er nach Hause.

*

Zum Glück ist der Winter vorbei.

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