Familie Obama besucht Berlin

Exklusivbericht vom Asphalt Tiger mit vielen tollen Exklusivfotos

Berlin. Papa Obama und Mama Obama und ihre beiden halbstarken Töchter waren in Berlin. Während Papa eine Rede gehalten hat, sah Mama Obama einfach umwerfend aus! Sie hatte ein Kleid an, das toll war. Und die Töchter von Papa und Mama Obama hatten auch einfach tolle Klamotten an! Die Medien schießen Bilder davon und machen sich Notizen in ihre kleinen Blöcke, und alle berichten brühwarm davon.

obama berlin 2Abb.: Berlin – eine große Stadt mit viel Platz zum Spazierengehen

Während Papa Obama Politik gemacht hat und für die Friedensbewegung und bessere Klimaanlagen war, haben die Frauen der Familie einen Einkaufsbummel durch Berlin gemacht und sich die Stadt angeschaut. Die Medien sind ihnen auf Schritt und Tritt gefolgt. Was sollen die Frauen und die Medien denn sonst auch machen!

Am besten fanden Mama Obama und der Nachwuchs den Drehorgelspieler und sein Äffchen in der Unterführung von der Fußgängerzone. Bestimmt eine Stunde lang standen die Mitglieder der Familie Obama in der dreckigen Unterführung und haben dem Drehorgelspieler „Motze-Oppa“ zugeschaut, wie der an der Kurbel der Orgel gedreht hat und Schlager vom ollen Paul Lincke gedudelt hat.

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Dabei hat der Drehorgelspieler, ein alter Oppa mit dickem Bauch im roten, preußischen Uniformrock, einen Zigarrenstumpen nach dem andern weggeraucht. Er hatte ganz rote Augen und Augensäcke davon, und der Rauch kam ihm aus der Nase, und manchmal aus den Ohren.

Das kleine Kapuzineräffchen hat dem Motze-Oppa immer wieder seine Melone vom Kopf gezogen, deren ledernes Hutband ganz feucht war vom Schweiß und würzig nach altem Zigarrenrauch gerochen hat. Dann ist das Äffchen mit der Melone vom Motze-Oppa zu den Damen Obama hingesprungen und wollte, dass die was reinwerfen.

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Mama Obama hat dann den Töchtern Obama einen Groschen nach dem andern gegeben, und die haben ihn in den Hut geworfen. Der Affe hat zum Dank genickt, und auch der Motze-Oppa hat den Damen würdig zugenickt, sich aber nicht weiter aus dem Konzept bringen lassen. Arbeit ist schließlich Arbeit, und geschenkt wird einem heutzutage nichts!

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Die ganze Journalisten-Blase hat sich währenddessen unsäglich gelangweilt. Keiner hat ein Foto gemacht. So was ist schließlich nicht repräsentativ! Wenigstens war es in der schmutzigen Unterführung etwas windig, und die Journalisten haben sich an die kühlen, bekritzelten Betonwände gelehnt und eine Zigarette nach der anderen gequarzt oder Kaugummi gekaut. Immer wieder haben sie auf ihre Armbanduhren geschaut, schließlich mussten sie doch einige Fotos und Notizen in ihren Redaktionen abliefern! Aber nix da!

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Endlich hat die First Lady gesagt: „So, meine Damen, genug!“ Die haben aber gesagt: „Nix da! Wir bleiben hier! Beim Motze-Oppa in Old Europe!“ Da ist die Mama Obama kurz mal aus der Haut gefahren und hat ihre Töchter an den Ohren gezogen. Die Journalisten, mittlerweile träge und rammdösig geworden, haben natürlich nicht schnell genug ihre Kameras gezückt. Nix da! Pech gehabt, ihr Fuzzis!

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Dann hat Mama Obama ihre Töchter ins Schlepptau genommen und sie sind erst mal in die Eisdiele in der Fußgängerzone gegangen. Die verwöhnten Töchterchen haben mit ihren langen Löffeln gelangweilt in ihrem Spaghetti-Eis mit frischen Erdbeeren aus Werder an der Havel rumgestochert und gefragt: „Mama? Wann ist denn Papa endlich mit der Rede fertig?“

Die Mama war schon etwas genervt, es ist schließlich nicht leicht, sich in der Stadt mit zwei pubertierenden Gören einen ganzen Tag lang die Zeit totzuschlagen. Gerade, wenn es so stickig und heiß ist. Am liebsten wäre sie ja zu Hause geblieben, aber sie musste ja schließlich mit, repräsentieren! Die Journalisten rückten am Nebentisch nervös auf ihren Stühlen.

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Bei C & A und H & M haben sie dann auch nichts Gescheites zum Anziehen gefunden, obwohl Schlussverkauf war. „Genau das Gleiche haben wir in Amerika auch! Da können wir das auch da im Schlussverkauf kaufen und müssen das hier nicht den ganzen Tag durch die Gegend schleppen!“, meckerten die beiden Gören. „Dann eben nicht!“ Frau Obama hatte es nicht leicht mit ihrem Nachwuchs.

obama h und m

Die Journalisten waren ganz froh, als sie sich da mit den Obamas durchs Gewühle bei H & M wieder raus an die frische Luft drängten. Schließlich hätten ihre Chefs das nicht so schick gefunden, wenn ihre Zeitungen und Zeitschriften Schleichwerbung für C & A und H & M machen!

„Was machen wir jetzt?“ Die Töchterlein stöhnten vor Langeweile.

„Wir gehen ins KadeWe!“, schlug die First Dame vor. Dann sind sie erst mal mit der U2 zum Ku’damm gefahren und ins KadeWe rein. Die Rolltreppen bis in den siebten Stock hoch waren natürlich die Wucht, alle haben ihre Augen weit aufgerissen, und für eine ganze Weile hatte Mama Obama die Dämchen ruhig gestellt.

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Anschließend sind sie noch ins Europa-Center rein und haben sich durch die kleinen Büdchen und die engen Gänge im Erdgeschoss gewühlt. Endlich gab es mal richtig was für junge Leute, für Teenager! Abgefahren! Die beiden Obama-Töchter haben sich witzige T-Shirts gekauft, weiß mit schwarzem Aufdruck und rotem Herz „I love Berlin“, und schwarz mit buntem Aufdruck von einer Heavy-Metal-Band, die Mama Obama natürlich nicht kannte. „Oh my god! (OMG)“, hat die entsetzt aufgeschrien. Lederarmbänder haben sich die beiden natürlich auch noch gekauft, und Postkarten für die Freundinnen, die zuhause bleiben mussten: „Berlin by Night!“ Schwarze Karte. Sehr witzig, das!

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Und natürlich hat dann noch jeder eine Currywurst mit Senf im Brötchen gekriegt, für 1,35 Euro, das gehört schließlich dazu! Berlin ohne Currywurst – undenkbar! Etwas bräsig standen sie dann vor dem U-Bahnhof Wittenbergplatz rum und haben satt in die Gegend gestarrt und die Passanten an sich vorbei strömen lassen.

Als die Familie Obama wieder im Flugzeug nach Hause nach Amerika saß, hatten alle was zu erzählen. Alle waren so richtig groggy, so richtig erschöpft und aufgeregt zugleich, und alle redeten wild durcheinander.

himmel über berlin

Der Besuch in Berlin war richtig lustig gewesen!

„Richtig knorke! Echt schau! Urst geil!“ Papa Obama schaute seine halbstarken Töchter erstaunt an.

„Am besten war aber der Drehorgelspieler mit dem Kapuzineräffchen! Der Motze-Oppa!“

Da sind sich alle einig. Außer Papa Obama. Der hat ja von dem Ganzen leider nichts mitgekriegt.

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