„Es fühlt sich gut an!“

Asphalt Tiger und Skate or Die: Wir brauchen da keine großen Worte verlieren. Jeder kennt sie, jeder liebt sie. Jedem hat sich dieses Bild ins Gedächtnis eingebrannt: Asphalt und Skate am weißen Flügel auf der großen Bühne. Verzückt heben und senken sich ihre Hände im Takt der lieblichen Musik: „Music Box Dancer“. Versonnen schauen sie ins Licht der gleißenden Scheinwerfer und der Fernsehkameras (ARD, ZDF). Sie haben weiße Anzüge an.

Auf den größten Bühnen der Bundesrepublik haben sie gespielt, beklatscht vom Millionenpublikum. Dann wurde es ruhig um sie. „Wir waren durch!“, verrät Skate or Die. „Wir wollten einfach mal einen Abend lang nichts anderes machen als Fernsehen“, verrät Asphalt Tiger und guckt müde aus dem Sessel.

Skate or Die und Asphalt Tiger nahmen erst einmal Abschied von den großen Bühnen. „Leaving Las Vegas“ hieß ihr Abschiedsprogramm.

„Wir nahmen uns eine Auszeit. Ein ganzes Jahr lang spielten wir nur in kleinen Hallen. Unbemerkt von der Öffentlichkeit.“, verrät Asphalt Tiger. „Wir liebten das! Das Licht war schummrig, und bunte Lichter. Wir gingen da einfach rein und spielten. Wir setzten alle Hebel in Bewegung, und oftmals spielten wir die ganze Nacht!“ Sie gastierten in der Wilmersdorfer Straße, tingelten die Badstraße, die Pankstraße, die Müllerstraße rauf und runter. Ein hartes Pflaster. Hier fliegt jeder raus, der es nicht bringt.

„Das Geheimnis unseres Erfolgs ist unsere dicke Haut“, verrät Skate or Die. „Wir haben überall gespielt. Wir haben eine Menge gewonnen in dieser Zeit, vor allem Erfahrung!“, verraten beide.

Jetzt bereiten sie ihre Rückkehr auf die großen Bühnen vor. Zurückgezogen, abseits der Hektik der großen Städte, feilen sie an ihrem Show-Programm. „Für uns war das auch eine Reise zu uns selbst. Plötzlich merkten wir: Man kann auch kochen!“ Asphalt und Skate schließen das Gartentor hinter sich. Sie zeigen uns ihre Welt. Einmal am Tag kommt der Bus. Der Busfahrer kennt die beiden gut und begrüßt sie herzlich. Wir steigen ein und nehmen hinter dem Fahrer Platz.

Wir schauen aus dem Busfenster. Immer wieder machen Skate und Asphalt uns auf Sachen aufmerksam: „Da!“, sagt Asphalt. „Da!“, zeigt Skate und hält mit seinem Finger drauf, während der Bus weiter fährt. Die beiden haben es gelernt, keine großen Worte mehr zu verlieren. In der Ruhe liegt die Kraft. Bekannte winken am Fahrbahnrand. „Wir haben das so vermisst! Diese täglichen Routinen. Busfahren. Tagesstruktur. Diese beruhigende Erfahrung des Und-So-Weiter!“

Das hört man ihrer Musik auch an. Den weißen Flügel haben sie eingemottet und dafür ihre alte Liebe zum schwarzen, gediegenen Vinyl wieder entdeckt. Ruhig und endlos dreht es sich, und das warme Knacken erinnert an Abende am Kamin oder Grillhähnchen. Asphalt lässt den spitzen Nagel seiner Tigerkralle zärtlich durch die Rillen laufen. „Bass. Eindeutig mehr Bass. Rhythmus“, verrät er. „Geil. Definitiv geil“, bestätigt Skate or Die und nickt weise.

Am Samstag haben sie ihren ersten großen Auftritt seit einer gefühlten Ewigkeit. Sie gastieren im Kreuzberger Szeneklub „Monarch“.

WILLKOMMEN ZURÜCK!

„Es fühlt sich gut an!“, verraten uns die beiden, als sie blinzelnd ins helle Scheinwerferlicht treten.

Leute! Kommt alle!

DJ Asphalt Tiger & DJ Skate or Die

Samstag, 27.10.

MONARCH

Skalitzer Straße 134

Kottbusser Tor

 

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