Ein Ausflug nach Lindenberg und weit darüber hinaus

Ah, schnell mal über die Landesgrenze! Tiger können das ja einfach mal so. Tiger macht einen Ausflug. Nach Brandenburg.

Da war er also, ich, der Tiger. Draußen in der Natur. Und es ist ja nicht so, dass sich Tiger in der Natur nicht zurecht finden. Von wegen!

In der Natur ist alles ganz einfach! Und Tiger fährt einfach gerade aus. Mit seinem Fahrrad. Um die Kurve. Dann kommt Lindenberg. Und dann ist plötzlich alles neu:

Asphalt Tiger kommt fast ins Schleudern mit seinem Fahrrad. Hinter Lindenberg. Dafür ist er aber viel zu langsam. Denn hinter ihm liegt eine Sandpiste! Als Tiger das erste mal hier langfuhr, konnte er es nicht glauben. Das war ja wie zur Zeit des Alten Fritz! Als die Mark noch „des Reiches Streusandbüchse“ hieß! Die sogenannte Straße: Kein Asphalt, sondern nur Sand! Mit vielen großen Löchern zwischendrin. Sehr dufte: Asphalt Tiger fährt Kurven drumrum. Doch das hier? Ist ihm neu.

Asphalt Tiger kommt sich vor wie auf dem Mond. Ein einzelnes Fähnchen flattert im Wind – aber nicht von den Amerikanern.

So langsam rafft Tiger: „Na klar! Hier ist die Autobahn! Da bauen se eine Raststätte hin!“ Und gleichzeitig denkt er: Schade. Das war mal schöner hier. Und gleichzeitig denkt er: „Da ham die Einheimischen jetzt wenigstens n Kiosk, wo sie rund um die Uhr Bier und Chipse holen können.“

Einerseits findet Tiger Baustellen ja schön. Wegen der Ästhetik. Andererseits …

Andererseits sind sie halt auch gefährlich. Tiger hat da jetzt in der Zeitung gelesen, dass die, Vattenfall und so, jetzt CO2 auch bei Lindenberg unter die Erde pumpen wollen. Das ist dann nicht so wie Silikon. Die Landschaft bleibt flach. Aber es ist so ähnlich: Es ist unsicher, wo das CO2 überall hin wandert! Vielleicht auch bis unter Berlin! Denn Lindenberg liegt ja nur ganz knapp außerhalb! Und was das Gas unterirdisch alles macht! Chemische Reaktionen. So: Bäng!

Und außerdem: kann jederzeit, wenn da irgend wo ein Riss in der Erde ist, oder ein Loch — hier: wie das Baggerloch — das tödlich giftige Gas entweichen. Und weil das unriechbar ist, ist das gefährlich!

Zupft ein Reh am Grashalm,

rupft ihn raus –

Es riecht kein Gasqualm,

doch puff, zisch! Aus.


Der Wandrer beugt den Rücken

will eine Blume pfücken,

rupft sie raus,

für „Sie“ zu Haus –

puff, zisch: aus!


Tiger stellt sich vor… Nee, will er sich lieber nicht vorstellen. Sonst traut er sich gar nicht mehr da raus.  Es ist schrecklich.

Hahaha, denkt Tiger, wie er sich den Pressesprecher vorstellt, in Arbeitsklamotten, und mit Eimerchen und Schaufel in der Hand, um denen im Fernsehen zu verklickern, dass er die Sache im Griff hat. Bis der da das Loch zugeschüttet hat! Und alles wieder Natur ist. Über der Erde.

Abb.: So sah Natur in etwa aus, als Asphalt Tiger das letzte Mal hier vorbeigekommen ist. Viel schöner!

An der nächsten Kurve biegt Tiger ab und fährt quer durch den Wald. Hier ist alles ganz anders. Man sieht das Holz vor lauter Bäumen nicht!

„So ist das halt mit den Leuten und den Kameras. So halten sie sich den Schrecken vom Leib und können ihn sogar noch schön finden. “ Tiger erschrickt über sich selbst. Jetzt aber genug! Licht!

Natürlich sind solche Ausflüge auch immer die reinsten Selbsterfahrungstrips für den Tiger! Seine Grenzen kennen lernen. Er steigt wieder in die Pedalen, so dass es eine Staubwolke gibt. Es hat seit Wochen nicht geregnet und ist wie in der Wüste. Tiger muss sowieso wieder mal duschen.  Da trifft der Tiger eine Oase. Ein Moor. Ein wundersamer, mystischer Ort mit einer eigentümlichen Atmosphäre. Tiger würde nie im Leben verraten, wo das ist. ER HAT ES NÄMLICH VERGESSEN!!!

Tiger geht ganz nah ran, um zu beobachten. Ein Frosch will eine Libelle fressen, fällt aber „unverrichteter Dinge“ wieder ins Wasser zurück, dass es platscht. Auch die Libelle ist bald wieder verschwunden. Da merkt der Tiger, dass auch sein rechter Schuh verschwindet. So langsam versinkt…

Mit knapper Not entkommt er, auf seinem Fahrrad.

Und zum Schluss muss er noch einmal herzlich lachen! Hunde sind drollige Tiere!

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